Gemeinschaftspraxis für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Laser-Mandelverkleinerung

Laser-Mandelverkleinerung

richtige tonsillen.jpg

Vergrößerte Mandeln

Die Mandeln (Tonsillen) sind ein Gewebe zur Infektabwehr gegen die Keime, die durch Mund und Nase in den Körper gelangen. Da die Mandeln bei kleineren Kindern durch Kindergartenbesuche, größere Geschwister etc.  immer wieder aufs Neue mit Keimen konfrontiert werden, schwellen sie oft zwischen dem 2. und 8.-9. Lebensjahr vermehrt an.

Danach geht die Größe der Mandeln meist durch den selteneren Kontakt mit Keimen zurück, die Mandel hat "nicht mehr so viel zu tun" und schrumpft. Gelegentlich bleibt die vergrößerte Mandel aber auch bis ins Erwachsenenalter bestehen. Ursache dafür kann entweder ein weiterhin bestehender vermehrter Keimkontakt  sein oder es haben sich Keime dauerhaft in der Mandel festgesetzt, eine chronische Mandelentzündung besteht...

Bei kleineren Kindern kommt es oft zu einer gemeinsamen Schwellung von Adenoiden (den sogenannten "Polypen") und den Mandeln. Die Beschwerden sind ähnlich derer bei den vergrößerten "Polypen", (Infektneigung, starkes Schnarchen, häufige Mundatmung auch tagsüber, Hörminderung), sowie zusätzlich oft noch Schluckstörungen, nächtliche Atemaussetzer, stärkere morgendliche Müdigkeit.

tonsillen vor op.jpg

Nach Mandelverkleinerung

 Dann sollte über eine operative Verkleinerung oder Entfernung der Mandeln nachgedacht werden. Früher wurde häufig eine Mandelentfernung durchgeführt. Dies ist auch heute noch nötig, wenn die Mandeln klein sind und sich ständig entzünden (ca. 4-5x pro Jahr antibiotikapflichtige Mandelentzündungen).

Heute wird  bei den meisten Kindern mit Mandelproblemen eine Mandelverkleinerung (Tonsillotomie) durchgeführt. Der Eingriff erfordert auch eine kurze Vollnarkose, hat aber gegenüber einer Mandelentfernung folgende Vorteile:

der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden  

die Schmerzen nach der Operation sind geringer   

das Nachblutungsrisiko ist deutlich geringer  

durch die ambulante Durchführung wird der Eingriff oft als weniger "traumatisierend" empfunden

 

Auch dieser Eingriff, der meist zusammen mit einer "Polypenentfernung" und / oder einem Trommelfellschnitt durchgeführt wird, kann mit Eingriffen im zahnärztlichen oder urologischen Sektor kombiniert werden. Sie können uns diesbezüglich gerne ansprechen!

 

Bis vor kurzem wurde die Mandelverkleinerung ambulant in Baden-Württemberg nicht von der Krankenkasse bezahlt.  Seit kurzem existiert zwischen der AOK und den HNO-Ärzten ein Vertrag, der es ermöglicht, die Tonsillotomie auch ambulant als Krankenkassenleistung anbieten zu können -  also ohne Kosten für den Patienten oder seine Angehörigen.

 

Wir haben schon seit längerer Zeit mit einigen anderen Krankenkassen einen Vertrag abgeschlossen (www.nordpark-aerztenetz.de), der die Kostenübernahme durch diese Krankenkassen ermöglicht. Der Eingriff wäre somit auch hier für Sie kostenfrei.

 

Folgende Krankenkassen übernehmen aktuell die Kosten bei einer ambulanten Tonsillotomie:

AOK, Techniker Krankenkasse, HEK, BKK Gesundheit und BKK Siemens, BKK Ahlmann, BKK Esso, IKK direkt, IKK Nord, KKH Allianz und BKK mobil oil, DAK, BIG, BKK Bosch,  Hamburg-Münchener, BKK BMW, BKK Kassana, BKK Mahle, BKK Neckarmann, BKK PWC, BKK R u. V, IKK BW u. Hessen, AUDI-BKK .

 

Seit 01.04.2015 besteht auch für die Barmer EK/GEK ein Vertrag zwischen den Ärzten und der Versicherung an dem wir uns vermutlich beteiligen werden. Bei einer Mitgliedschaft in einer anderen Krankenkasse muß evtl. im Einzelfall über einen Kostenübernahmeantrag mit der Krankenkasse gesprochen werden. Die meisten Krankenkassen übernehmen in der Zwischenzeit die Kosten für diesen Eingriff auch auf ambulanter Basis. Sollte keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich sein, entstehen für den Patienten für die HNO-Leistung Kosten von ca. €320.-.